ZDF „Volle Kanne – ab ins Netz!“ vom 30.06.2016
Monat: Juni 2016
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Für eine Handvoll Hörer
Manche Leute spülen gern das Geschirr, kümmern sich motiviert um die Wäsche oder den Hausputz und freuen sich auf den Weg ins Büro. Das sind nämlich alles Gelegenheiten, um sich Podcasts anzuhören. Während man einen Text bewusst lesen und ein Video explizit ansehen muss, lassen sich Podcasts wunderbar nebenbei hören – eigentlich ganz wie das herkömmliche Radio, nur mit dem Unterschied, dass man wählt, was man hören möchte. 38 Podcasts habe ich derzeit abonniert und alle paar Stunden schaut eine App auf meinem Telefon nach, ob eine neue Folge erschienen ist. Die lädt sie dann auf Vorrat herunter, wenn sich das Telefon in einem W-Lan befindet.
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#GreenScreenQueen, Tattoo Cyborg und Weltumsegelung mit Huhn
Volle Kanne ab ins Netz! vom 23.06.2016
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Links der Woche
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Verschwörer mit menschlichem Antlitz:
“Seit die Bilderberger 1887 die Weltregierungsverantwortung von den bayerischen Illuminaten übernommen haben, sieht ihre Bilanz jedenfalls trist aus. Die Illuminaten brachten demokratische Revolutionen, allgemeine Schulpflicht und den Goldstandard; die »Bilderberger« drei Weltkriege, Internetpornos und Zahnbürsten mit Bluetooth-Anschluss.“
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Poetische Gebärdensprache, ein Garagenerfinder und #LoveIsLove
Volle Kanne – ab ins Netz! vom 16.06.2016
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Stören mit beschränkter Haftung
»Störerhaftung« ist der juristische Fachbegriff dafür, für etwas bestraft zu werden, das man gar nicht getan hat. Klingt absurd, ist es meistens auch und kommt weltweit so fast nur in Deutschland vor. Wer sein Auto verleiht und demoliert zurückbekommt, läuft Gefahr, auch noch Schadensersatz an die Geschädigten des Unfalls zu zahlen – zumindest wenn der Fahrer nicht festgestellt werden kann. Ähnliches gilt auch im Internet.
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Links der Woche
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Zum Blonden Engel » The idiots guide to the Achtelfinals – So läuft die Vorrunde:
Frédéric Valin schreibt wieder über die EM und ihr solltet das lesen, auch wenn euch Fußball so richtig überhaupt nicht interessiert, weil’s halt von Fred ist und der halt Texte über Fußball schreiben kann, die so toll sind, dass sie auch von Leuten gelesen werden müssen, die sich für Fußball gar nicht interessieren.
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Gina-Lisa Lohfink: Wenn ein „Hör auf“ nichts mehr wert ist:
“Was ist das „Nein“ einer Frau wert? Was sind – wenn eine Frau vergewaltigt, die Tat gefilmt, das Video im Internet hochgeladen wird – alle „Neins“ dieser Welt wert? Darf eine Frau leben und arbeiten und sich kleiden wie sie möchte, oder beeinflusst das den Wert einer Frau, den Wert ihres Körpers, ihr Recht auf Unversehrtheit und Schutz in jeder Hinsicht? Wenn man verfolgt hat, wie Gina-Lisa Lohfinks Vergewaltigung in den Medien seit Tagen bagatellisiert wird, kennt man die Antworten: Nichts. Nichts. Nein. Ja.”
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Die #Euro2016 im Netz
ZDF „Volle Kanne – ab ins Netz“ vom 10.06.2016
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Das Ende der Anonymität

Was bisher Sicherheits- und Geheimdiensten vorbehalten war, kann heute jeder. Ein beliebiges Foto von einer Menschenmenge schießen und mit der App »FindFace« herausfinden, um wen es sich im einzelnen handelt. Wirksame Gegenmaßnahmen gibt es kaum.
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Ein Tag im Juni
tl;dr: Rape culture is a thing.

Am Wochenende las ich an ein und demselben Tag folgende Meldungen:
- Nach einer auf Video dokumentierten und im Netz verbreiteten Vergewaltigung werden die Täter freigesprochen. Stattdessen wird das Oper – Gina Lisa Lohfink – selber angeklagt.
- Jacob Appelbaum verlässt das TOR-Project, nachdem mehrere Menschen ihm vorwerfen, er habe sie „sexuell, emotional und körperlich missbraucht“.
- Die taz rollt die Keylogger-Affaire noch einmal auf. Indizien sprechen dafür, dass Sebastian H. nicht die Redaktion ausspähen wollte, sondern junge Praktikantinnen in der Redaktion.
Das ist jetzt bestimmt alles zufällig gerade eine Verschwörung der Feminazi-Industrie. Oder?