#cybarcamp14 – am 21.06. Cyborg-Konferenz in Berlin

cybarcamp

(english version)

Was macht uns zum Cyborg? Sind es schon Sensoren die wir im Smartphone mit uns tragen, mit denen wir Körperfunktionen überwachen? Oder müssen diese fest mit dem Körper verbunden, implantiert sein? Beginnt der Cyborg gar erst, wenn wir im Alltag auf Technik angewiesen sind, um voll am täglichen Leben teilhaben zu können?

Wir als Cyborgs e.V. suchen nach Antworten. Um dieses vielschichtige Thema aus verschiedenen Perspektiven angehen zu können, veranstalten wir ein Barcamp. Wir laden Interessierte Cyborgs (in spe) und Nicht-Cyborgs unterschiedlichster Professionen ein, mit uns zu diskutieren und an einem Bild des Cyborgs zu arbeiten.

Wie haben Apps und Gadgets unser verhalten verändert? Wie lebt es sich mit Implantaten. Wie lässt sich eine Beinprothese hacken und mit welcher Software muss dafür gearbeit werden?

Wir laden Hacker_innen, Forscher_innen, Entwickler_innen und alle ein, die Interesse haben, die Diskussion mit uns voran zu treiben und uns an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen.

Termin

Samstag, 21. Juni 2014 von 10.00 bis 18.00 Uhr

Wikimedia Berlin
Tempelhofer Ufer 23-24
10963 Berlin

Kosten

Das Ticket für das Barcamp kostet 5 € um unsere Unkosten zu decken. Für Mitglieder des Cyborgs e.V. ist die Teilnahme kostenlos.

Anmeldung

Update: Für Kurzentschlosse gibt es eine Tageskasse. Um besser planen zu können, bitten wir alle, die kommen möchten, uns eine kurze Mitteilung an hello@cyborgs.cc zu schicken.

Catering

Mitglieder des Gecko Squad bieten ein preiswertes und veganes Catering an.

Was ist ein Barcamp?

Barcamps, auch Unkonferenz genannt, sind demokratische Konferenzen. Alle Teilnehmer sind eingeladen, selber auch einen Vortrag einzureichen. In der ersten Stunde stellen wir die Vorträge kurz vor und stimmen über die Reihenfolge ab, anschließend finden die Vorträge stündlich statt. Wenn du planst einen Vortrag oder Workshop zu halten, reiche uns bitte vorher eine kurze Beschreibung per E-Mail ein. Denkbar sind Themen wie Hacking-Projekte, Transhumanismus, philosophischer Cyborgism, Prothetik, Gentechnologie usw. – deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Publikum entscheidet.

Anschließend Party?

Wir arbeiten dran. 😉

Presse

Du möchtest als Journalist an unserer Konferenz teilnehmen? Bitte schicke uns eine kurze Mail.

Veröffentlicht in Vorträge, Workshops
5 Kommentare zu “#cybarcamp14 – am 21.06. Cyborg-Konferenz in Berlin
  1. foobarbar sagt:

    Welche Altersgruppen werden denn vertreten sein?
    Wäre das auch was für angehende Teenager oder ist das Risiko des Vortragshammers zu groß für die Kleinen?

  2. Enno sagt:

    Teenager ist auch willkommen – wie auf anderen Barcamps auch.

  3. Rin Räuber sagt:

    Es wird übrigens einen kleinen Workshop geben (mit RFID, Magneten und mal sehen was uns noch so einfällt), wenn ihr also irgendwas zum Basteln habt – bringt mit!

  4. Lutz Krause sagt:

    13. Zukunftskongress Wolfsburg und das Leiden des Tim Cannon

    Und das Licht schien in die Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht begriffen (Johannes 1,5)

    Die bedeutendsten Bauwerke der Vergangenheit wurden geschaffen durch die Anbindung an jene universelle Ebene des Geistes, der alles trägt. Die Pyramiden oder die gotischen Bauwerke bedurften keinerlei Pläne – sie entstanden aus reiner Intuition. Das Leiden an einer ‘Begrenzheit‘ des eigenen Körpers ist sym­p­to­ma­tisch für einen materialistischen Zeitgeist, dem diese Ebene versperrt ist. Dieser Geist, der über das Individuum hinausragt, hat zu jeder Zeit Transpersonales geschaffen in Musik, bildender Kunst, Literatur, uvm. Die körperliche Existenz des Menschen wurde damit transzendiert, unsterblich gemacht und Bleibenden geschaffen. Die östliche Kultur wiederum lehrt uns, dass durch den Körper (Yoga) oder losgelöst von diesem (Meditation) selbst Zeit und Raum überwunden werden können. Es gibt keine Grenzen für den Menschen, wenn er sich dessen bewusst ist.

    Die Idee einer Weiterentwicklung der menschlichen Spezie durch ‚intelligentere‘ technische Prothesen wirkt angesichts dessen rückständig wie aus dem 19. Jhd. Sie ist Ausdruck einer reduktionistischen Weltsicht, in der die Technofetischisten gefangen und den Blick auf die Weiten und Tiefen des Geistes verstellt ist. Sie spüren, dass ihnen etwas Entscheidenden zum Leben fehlt – und wollen nun versuchen, dieses Fehlende durch Technik zu ersetzen. Sie sollten lieber Goethes‘ Faust lesen.

    Es gibt am Menschen nichts zu verbessern, zu reparieren oder zu optimieren.
    Es ist alles schon da.

    Sowenig der Mensch an sich zu verbessern wäre, soviel mehr am Menschsein des Zusammenlebens.

    Wir haben uns daran gewöhnt, dass Fortschritt, Zukunft und Utopien heute primär in Form technischer Konstruktionen gedacht werden und lassen uns – mangels Alternativen – durch die Verheissungen einer vermeintlich ‚evolutionären Weiterentwicklung‘ wahlweise vernebeln oder durch die Prophezeiung einer Unentrinnbarkeit von dieser lähmen.
    Den Schöpfern der digitalen Kreationen wird es jedoch nie gelingen, wirklich relevantes für die Welt zu kreieren. Die Zeit ist reif, die technoiden Trugbilder zu durchschauen – und uns der Innovation des uns gegebenen Bewusstseins zuwenden.

    Fortschritt wird daher künftig nicht mehr länger eine technische Frage sein. Fortschritt wird eine Frage des Bewusstseins werden.