Die Netzpiloten haben über die Gründung des Cyborgs e.V. geschrieben: #mehrwissen: Cyborgs – Ich Roboter, du Roboter?

Dort wird ein Zusammenhang zwischen Cyborgism, Tierversuchen und Militärforschung hergestellt. So arbeitet das amerikanische Militär bereits seit 2006 an Cyborg-Insekten. Außerdem haben Forscher Mäuse genetisch so verändert, dass ihre Hirnzellen auf Lichtpulse reagieren (Optogenetik). Dadurch können sie die Mäuse gezielt nach links oder rechts steuern lassen.

Zwangs-Cyborgisierung lehnen wir ab – auch bei Tieren. Tierversuche dürfen auch an Wirbellosen nur dann vorgenommen werden, wenn dadurch ein Erkenntnisgewinn zu erwarten ist, der die Versuche rechtfertigt.

Den Einsatz von Cyborg-Technologien zu militärischen Zwecken lehnen wir strikt ab, egal ob an Menschen oder Tieren.

Wir sind uns bewusst, dass Cyborg-Techniken, wie jede technologische Entwicklung, sowohl für gute als auch für schlechte Zwecke eingesetzt werden kann. Wir meinen, Technologie soll der Emanzipation des Individuums dienen und nicht seiner Unterdrückung.

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Erweitern wir bald die Kapazitäten unseres Gehirnes durch gezielte Elektrostimulation? Ja, wenn es nach foc.us geht.

Bildquelle: http://www.foc.us/press.html

foc.us sieht aus wie ein seltsames Headset oder ein Stirnband mit komischen Auswüchsen. Das Design ist gewöhnungsbedürftig. foc.us soll durch externe kraniale Neurostimulation das Gehirn trainieren, es ist also ein Neuro-Gadget. Gesteuert wird das Headset über eine App. Es sendet elektrische Impulse direkt ins Gehirn. Man setzt sein Hirn gewissermaßen unter Strom.

Das ist nicht so ungewöhnlich, wie man vielleicht annehmen würde. Externe kraniale Neurostimulation wird in der Medizin bereits zur Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen eingesetzt. Das bekannte Cochlea-Implantat funktioniert, indem der Hörnerv elektrisch stimuliert wird und Muskeln hindert man durch Nervenstimulation am Verkümmern.

Externe kraniale Neurostimulation soll angeblich die Konzentration fördern. Ob das funktioniert, ist fraglich und eine Überprüfung der Wirksamkeit steht noch aus. Gadgets wie foc.us sind genauso wenig Medizinprodukte wie Spielzeug und können durchaus schaden. Die Stimulation des Gehirns ist von leicht unangenehmen Empfindungen begleitet. Setzt man die Elektroden zu nah an die Augen, kann es zu visuellen Halluzinationen kommen (die schnell wieder verschwinden). Der Hersteller rät außerdem dazu, zwischen zwei Sitzungen mit foc.us möglichst 48 Stunden vergehen zu lassen.

Wer einen Selbstversuch starten will, muss derzeit leider recht happige $249 bezahlen.

(via)

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Gestern hat sich der Verein offiziell gegründet, eine Satzung beschlossen und einen Vorstand gewählt. Vorsitzende sind Sigi Oepke und Enno Park, die Schatzmeisterin ist Katrin Kirchert. Eintreten ist ab sofort möglich. Während wir euch in die wohlverdiente Weihnachtspause schicken, wird der Vorstand die restlichen Gründungsformalitäten erledigen.

Foto: Stefan Krempl

Foto: Stefan Krempl

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Wir wollen e.V. werden. Die Gründungsversammlung findet am 14.12.2013 ab 16.00 Uhr in der c-base, Rungestr. 20, Berlin, statt. Die Versammlung ist öffentlich. Die vorläufige Tagesordnung und die vorläufige Satzung findet ihr im Wiki. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen. Nach der Gründung feiern wir das ganze ein wenig an der Bar der c-base.

Um 14.00 sprechen Neil Harbisson, Stefan Greiner und Enno Park auf dem Zündfunk Netzkongress über Cyborgism. Einen Stream gibt es hier.

Update: Der Talk kann mittlerweile auf YouTube angeschaut werden:

Gestern war also Tim Cannon von Grindhouse Wetware zu Gast bei uns. Sein Talk war eher kurz: Er umreißt seine Vision und stellt einen Fahrplan für die nächsten Monate und Jahre auf. Danach entspann sich eine spannende und kontroverse Diskussion, bevor wir uns an den Workshop machten.

Our Cyborg Future by Tim Cannon from c-base on Vimeo.

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Am 14. Oktober haben wir Tim Cannon zu Gast in der c-base. Tim Cannon ist Teil der Hackergruppe Grindhouse Wetware in New York, die unter anderem das legendäre biohack.me-Forum betreibt. Die Gruppe hat so interessane Devices wie die Bottlenose, die Thinking Cap oder das Circadia gebaut. Das sind Sinneserweiterungen: Z.B. handelt es sich bei der Bottlenose um eine Bündelung von Sensoren für Ultraschall, ultraviolettes und infrarotes Licht, welche einen Handschuh oder einen implantierten Magneten zum Schwingen bringen. Die Thinking-Cap ist ein Brain-Interface und das Circadia ein Chip-Implantat, das Bio-Informationen auslesen und an einen Bluetooth-Empfänger senden kann.

Am Montag, 14. Oktober 2013 ab 19.00 Uhr wird er einen Vortrag in der c-base (Rungestr. 20, Berlin) halten und Publikumsfragen beantworten. (Sprache: Englisch). Teilnehmen kann jeder Interessierte, es wird kein Eintritt erhoben. Ab vorraussichtlich 21.00 Uhr wird es einen praktischen Workshop geben. Der Workshop ist leider auf acht Plätze begrenzt. Wer teilnehmen möchte, schreibt bitte bis zum 12. Oktober um 23.55 Uhr eine Mail an hello(ät)cyborgs.cc mit einer kurzen Begründung, warum gerade du mitmachen möchtest. Sollten Plätze frei bleiben, werden wir dies zu Beginn des Vortrages mitteilen.

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